Die Badlands von Granada

Fotoexkursion in die Wüste von Granada

Unterwegs in der Hoya de Guadix

Letztes Wochenende habe ich einen Ausflug in die wüstenartigen Badlands von Granada unternommen, genauer gesagt in der Hoya de Guadix, nördlich der Stadt Guadix. Die Hoya de Guadix ist eine Hochebene, eingeschlossen von den Bergketten der Sierra Nevada im Süden, der Sierra de Baza im Osten, der Sierra Mágina im Norden und der Sierra Harana im Westen.

Definition aus Wikipedia: Die Erdoberfläche in Badlands ist durch leicht verwitternde Gesteine und offene Böden geprägt. Durch Wasser- oder Windeinwirkung werden vor allem Schiefertone, Tonsteine und Lehme rasch erodiert, was zur Entstehung der typischen Oberflächenformen führt. Wichtige geomorphologische Formen in Badlands sind Canyons, Schluchten und Hoodoos. Ein Badlands-Gebiet besteht überwiegend aus sich ständig erweiternden Schluchten und Tälern, zwischen denen scharfe Kämme stehen bleiben. Manche Badlands besitzen außerdem eine spektakuläre Farbgebung, die z. B. zwischen schwarzen/blauen Kohleschlieren und gelben/rötlichen Lehmablagerungen wechselt.

Das faszinierende an dieser Gegend sind die bizarren Formen und vor allem die Farben der verschiedenen Erdschichten und Gesteine. Unterwegs war ich mit Peter Manschot und Miguel Gil, die diese Gegend wie ihre Westentasche kennen. Beide sind sehr erfahrene Fotografen und bieten u.a. Fotokurse in Andalusien an. Peter hat schon mehrere Bildbände mit Landschaftsfotos aus Andalusien veröffentlicht.

So komme ich nicht nur ohne großes Umherirren zu den schönsten Plätzen dieser Region, sondern ich bekomme auch noch ein Coaching in Sachen Landschaftsfotografie.

Die Höhlenwohnungen von Guadix

Ein weiteres Kuriosum sind die Höhlenwohnungen, die typisch für diese Region sind. Schon in den achtziger Jahren hatte mich dieser Anblick fasziniert, wenn man, je nach Standpunkt, eine Hügellandschaft mit hin und wieder einem weißen Schornstein und eine Fernsehantenne sah. Das vorherrschende weiche Tongestein ermöglichte diese billige und schnelle Art des Hausbaus. Man hat klein angefangen und wenn z.B. Nachwuchs kam, hat man einfach ein weiteres Zimmer gegraben. Die Höhlen bieten ein einzigartiges Wohnklima. Es herrschen dort immer 18° C, egal ob kalter Winter oder heißer Sommer.

Damals sind die „Höhlenbewohner“ von Ihren Höhlen in neu gebaute Häuser oder Wohnungen gezogen. Keiner wollte mehr in diesen arme-Leute-Häusern wohnen und viele der Höhlen verkamen. Ca. ein Jahrzehnt später kam der Trend auf, diese Höhlenwohnungen für den ländlichen Tourismus wieder herzurichten.

Natürlich war auch ich während meines Ausfluges in einer Höhle untergebracht. Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich habe nicht in einer Bärenhöhle mit Lagerfeuer und Strohbett gehaust. Bei den Höhlen der Cuevas La Granja handelt es sich um Ferienappartements mit allem Komfort: Hydromassagedusche, W-Lan Router in jedem Apartment, Kamin, Ceranfeld Herd, wer´s braucht TV, …

Höhlenwohnung

Cueva Rural

 

Einen großen Pool gibt es auch noch. Die Appartements sind geschmackvoll eingerichtet und Gastfreundschaft wird ganz groß geschrieben.  Ich werde auf alle Fälle wieder kommen, denn ich habe noch längst nicht alles gesehen.

Tourismus in der Region

Die Region ist ohne Zweifels ein Must-visit für Landschaftsfotografen, die das Besondere Andalusiens suchen. Aber die Gegend hat noch viel mehr zu bieten: Es gibt mehrere Möglichkeiten, Wanderungen zu unternehmen; es gibt einen Stausee, in dem man baden und Kajak fahren kann (Bootsverleih vorhanden), einen Fahrradverleih für Moutainbiking, man kann Ausritte unternehmen, Weinverköstigungen in einer Höhlen-Bodega und vieles mehr.

Unser Angebot für diese Region

Jürgen

Jürgen

Auf Entdeckungsreise in Andalusien - am liebsten mit meiner Kamera draussen in der Natur. Als Tour Guide organisiere ich private Ausflüge, Wanderungen und Fotoexkursíonen in vielen Regionen Andalusiens.
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